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Nachhaltigkeit


Wer in Gießen lebt, wer nach Gießen kommt, der weiß: Diese Stadt bietet auf überschaubarem Raum alles, was ansonsten nur Großstädte bieten. Freizeitangebote, Kultur und Sport in Hülle und Fülle. Naherholung in zahlreichen Parks oder an unseren Gewässern Lahn und Wieseckaue. Ein gesundes und grünes Umland. Gastronomische Vielfalt. Einkaufsmöglichkeiten. Hochklassische medizinische Versorgung. Ein Nahverkehrs- und ein Radwegenetz, mit dem man auch ohne Auto alle Ziele bequem erreichen kann - und das weiter ausgebaut werden soll.

Lebenswert durch gute Infrastruktur

Wir nennen das „die kompakte Stadt“. Eine Stadt der kurzen Wege. In der man Dinge des täglichen Lebens (Nahversorgung) genauso in Reichweite hat wie Luxus-Artikel. In der der Weg zum Arzt oder in ein Krankenhaus im Bedarfsfall ebenso nah ist wie der zum Einkauf. Bildungsmöglichkeiten vom Kleinkind bis zur Uni. Alles erreichbar.
Dieses Modell des Zusammenlebens ist nachhaltig und zukunftsfähig. Weil es natürliche Ressourcen schont. Keine weiteren Natur-Flächen verbraucht. Keine zusätzlichen Verkehre erzeugt. Und weil es in diesem Modell des Zusammenlebens überhaupt nur möglich ist, all die Angebote des täglichen Lebens am Leben zu erhalten.

Verschwendung von Natur und Ressourcen

Ein Outlet ist nicht nachhaltig. Und es ist auch das Gegenteil von modernem und zukunftsorientiertem Leben. Es ist ein künstliches Retortenstädtchen, das vorgaukelt eine Stadt zu sein. Es erzeugt mehr Verkehr. Kunden müssen mit ihrem Auto anreisen - es wird keine Busanbindung oder einen Bahnhof geben. Riesige Flächen werden mit Parkplätzen versiegelt. Fußläufig oder per Rad wird das Outlet nur für einen kleinen Kundenkreis aus Garbenteich erreichbar sein - damit rechnet es auch gar nicht.
Ein Outlet auf der grünen Wiese mit eigenem Autobahnanschluss ist deshalb kein Sprung in die Zukunft. Es ist ein Rückschritt in Sachen Nachhaltigkeit. Es verschwendet Natur und Ressourcen und zwingt Menschen dazu, Wege mit dem Auto zu erledigen. Zu Lasten der Anwohner in Garbenteich. Zu Lasten von uns allen, die wir ein Recht darauf haben, in einer gesunden und nachhaltig vernünftigen Umwelt zu leben. Mit all den Angeboten, die wir für ein modernes Leben in unserer Nähe wünschen und brauchen. Nachhaltigkeit gelingt nur in einer kompakten Stadt, die alles bietet. Oder meinen Sie, dass ein Outlet Ihnen auch ein Angebot in Sachen Nahversorgung bietet? Oder Platz für einen Arzt oder eine Apotheke bereithält, die Notdienste haben? Ein Outlet ist ein unnötiger Luxusartikel, der kein Rücksicht auf seine Umgebung nimmt. Nachhaltiges Wirtschaften sieht anders aus.

Wirkung hoher Investitionen gefährdet

Zudem wurden und werden in den Ober- und Mittelzentren große Investitionen in stadtplanerische und gestalterische Maßnahmen in die Innenstädte getätigt, um die Innenstädte zu erhalten und zu attraktivieren. Denken Sie in Gießen an die Umgestaltung des Kirchenplatzes, die Sanierung des Marktplatzes, die Neugestaltung der Neustadt, der Bahnhofstraße oder der Gassen entlang des Selterswegs oder auch die vielen geförderten privaten Modernisierungen von Gebäuden im innerstädtischen Sanierungsgebiet. EU, Bund, Land und Kommunen haben mit den Programmen der Städtebauförderung Millionen investiert, die bei einer Zulassung eines FOC nicht mehr greifen können und die Förderungen ins Leere laufen lassen.

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